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Konservative Frakturbehandlung

Eine Konservative Frakturbehandlung ist eine nicht-operative Behandlung von Knochenbrüchen. Ziel der Frakturbehandlung ist ein Wiederherstellen der Anatomie, Belastbarkeit und Beweglichkeit. Für die Retention (Ruhigstellung) der Fraktur stehen vorrangig vier konservative Behandlungsmethoden zur Verfügung. Die klassische Form bildet der Gips- oder Kunststoff-Stützverband. Bei der Extensionsbehandlung wird ein kontinuierlicher Längszug auf die verletzte Extremität ausgeübt. Da dies aber mit einer extremen Immobilisierung verbunden ist, findet sie heute als alleinige Behandlung kaum noch Anwendung. Der Brace-Verband ist ein Gips- oder Kunststoffsteifverband, der die benachbarten Gelenke freilässt und somit eine frühe Mobilisierung erlaubt. Er kann aber nur bei ganz bestimmten Frakturen angewendet werden und setzt eine gute Mitarbeit der Patienten voraus. Für einige Frakturen genügt die Ruhigstellung mit einem einfachen Verband, wie z.B. bei Frakturen der Zehen, bei denen der verletzte Zeh an seinen gesunden Nachbarzeh mit Hilfe eines Pflasterzügelverbandes fixiert wird.