Das Hüftgelenk
Das Hüftgelenk (lat. Articulatio coxae) ist das zweitgrößte Gelenk des menschlichen Körpers. Der Oberschenkelknochen (Femur) und das Becken (Pelvis) bilden dabei die knöchernen Gelenkpartner. Die Knochenpartner haben einen sehr engen Kontakt zueinander. Damit auch an den Kontaktflächen eine schmerzfreie und ungestörte Beweglichkeit des Hüftgelenkes stattfinden kann, sind sie (wie alle Gelenkflächen im Körper) mit einer sehr glatten, bläulich-weißlichen Knorpelschicht, dem so genannten hyalinen Knorpel, überzogen. Umhüllt wird das Hüftgelenk von der kräftigsten Gelenkkapsel, des menschlichen Körpers, der straffen Hüftgelenkskapsel (Capsula articularis coxae). Sie wird über innerhalb der Kapsel gelegene Bänder (äußere Bänder) stabilisiert und in der Mitte vom Ringband umgurtet. Innerhalb des Gelenks liegt das Oberschenkelknochenkopfband (Ligamentum capitis femoris), welches von der Pfannengrube (Fossa acetabuli, genauer Incisura acetabuli) in einer kleinen Vertiefung im Oberschenkelknochenkopf (Fovea capitis femoris) verläuft. Es hat keine mechanische Funktion, sondern beinhaltet eine Arterie, die den Hüftkopf versorgt (Arteria capitis femoris). Weitere Arterien, die den Hüftkopf versorgen, sind die Arteria circumflexa femoris lateralis und der Arteria circumflexa femoris medialis. Das quere Pfannenband (Ligamentum transversum acetabuli) verschließt die Lücke in der Hüftgelenkspfanne (Incisura acetabuli) und vervollständigt so die knöcherne Gelenkpfanne nach unten hin. Um die Hüftpfanne nach außen herum befindet sich eine Gelenklippe (Labrum), eine aus Faserknorpel bestehende Struktur die der die zur Vergrößerung der Gelenkpfanne dient. Im Labrum selbst befinden sich Rezeptoren die Schmerzen vermitteln können und die dem Gelenk signalisieren in welcher Stellung es sich grade befindet.