Muskelriss/-abriss

Bei einem kompletten Muskelriss /-abriss zerreißt Muskel- und/oder Sehnengewebe oder wird völlig vom Muskel abtrennt. Das führt zu einer starken Blutung in das Gewebe, häufig verbunden mit einem vollständigen Verlust der Muskelkraft. Die Muskelenden ziehen sich in Richtung der jeweiligen Sehne zurück.

Die Betroffenen eines Muskelrisses spüren plötzliche, starke und anhaltende Schmerz im betroffenen Muskel.

Beim Muskelriss spüren die meisten Betroffenen einen plötzlichen, starken und anhaltenden Schmerz im betroffenen Muskel. Es kommt zu einer starken Blutung im Gewebe; die Muskelkraft lässt deutlich nach und es wird fast unmöglich den Muskel zu belasten. Viele Patientinnen und Patienten reagieren darauf mit einer Schonhaltung.

Die Diagnose eines Muskelrisses stellen wir anhand der Beschwerden und mittels einer gründlichen Untersuchung. Dabei tasten wir die verletzten Region auf Schmerzen, Blutergüsse und Dellen oder Lücken ab. Die endgültige Bestätigung, ob ein Muskelbündelriss vorliegt, erfolgt in der Regel durch eine Ultraschalluntersuchung. Zusätzlich kann eine Magnetresonanztomographie (MRT) zur erweiterten Diagnostik eingesetzt werden.

Die Erstbehandlung erfolgt nach der sogenannten PECH-Regel:

  • P = Pause, der betroffene Muskel soll geschont werden
  • E = Eis, Kühlen des Muskels, allerdings kein Eis direkt auf die Haut legen
  • C = Compression, Anlegen eines elastischen Druckverbandes
  • H = Hochlagern

Auf diese Weise versuchen wir, Schmerzen zu lindern und Schwellungen zu vermeiden. Der weitere Verlauf der Therapie hängt von der Schwere der Verletzung ab.

Die wichtigsten Maßnahmen

Für eine zügige Genesung sind die Schonung des Muskels und eine ergänzende medikamentöse Therapie (z.B. mit Enzymen, Mineralstoffen und Spurenelementen) wichtig. Ergänzen kann eine lokale Infiltrationstherapie mit Heilpflanzenextrakten (Traumeel) und physiologischen Aminosäuremischungen (Actovegin) durchgeführt werden. Physikalische und krankengymnastische Therapie sind eine sinnvolle Ergänzung. Sie fördern die Regenerationsfähigkeit und sorgen dafür, die Beweglichkeit der angrenzenden Gelenke und die Kraft des betroffenen Muskels verbessert werden. Eine zu frühe starke Belastung des Muskels sollte vermieden werden, weil dadurch der Heilungsprozess hinausgezögert werden kann bzw. Folgeverletzungen auftreten können.

Je nachdem, welcher Muskel betroffen ist, kann eine Operation angezeigt sein. Dabei entfernen wir den Bluterguss und vernähen bzw. verbinden den abgerissenen Part wieder mit dem Muskel, um die Heilung zu verbessern und eine gute Kraftentfaltung zu erreichen.

1. Vorstellung in unserer Sprechstunde:
  • Patientengespräch
  • Körperliche Untersuchung
  • MRT
  • Röntgenaufnahme
  • Diagnosestellung
  • Vereinbarung eines OP-Termins
  • Ab- bzw. Umsetzen von blutverdünnenden Medikamenten (z. B. Aspirin, Plavix, Marcumar)
2. Präoperative Vorbereitung:
  • Chirurgisches Aufklärungsgespräch
  • Anästhesieaufklärung
  • Blutabnahme
3. Nachbehandlung (behandlungsabhängig):
  • Die Entlassung erfolgt bei ambulanten Eingriffen nach der Operation, bei stationären Eingriffen in der Regel nach 2 Nächten
  • Entfernung der Wunddrainage am Tag nach der OP
  • Physiotherapie am OP-Tag
  • Die weitere postoperative Behandlung wird individuell auf die die persönliche Situation der Patientin/des Patienten (Sport, Aktivitätsniveau, Risikofaktoren, berufliche Exposition) abgestimmt.
  • Regelmäßige Wundkontrollen
  • Schmerzmedikation
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Häufig gestellte Fragen

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