Wirbelsäule

Osteochondrose intervertebralis

Bei der Osteochondrose handelt sich um eine degenerative Veränderung der Bandscheibe, bei der es durch Abnutzung zu knöchernen Veränderungen im Bereich der Wirbelsäule kommt. Sie kann in jedem Abschnitt der Wirbelsäule auftreten.

Die häufigste Form einer Osteochondrose beim Erwachsenen ist der Verschleiß der Wirbelsäule durch eine chronische Fehlbelastung. Hierdurch kommt es zu degenerativen Veränderungen der Bandscheiben mit assoziierter Entzündungsreaktion in den angrenzenden Wirbelkörperendplatten, zunehmender Sklerosierung und möglicher Ausbildung von Spondylophyten.. Bei einer gesunden Wirbelsäule sind die Bandscheiben nicht von Blutgefäßen durchsetzt und die Grund- und Deckplatten der angrenzenden Wirbel stellen eine solide Barriere zwischen Bandscheibe und Knochen dar. Im Rahmen des natürlichen Abnutzungsprozesses kann es in bestimmten Fällen zu einer Störung dieser Barriere kommen. Als Folge kommt es zu einem komplexen chemischen Vorgang, die Natur versucht den Gallertkern der Bandscheibe (Nucleus Pulposus) aufzulösen. Dieser Enzymprozess führt zu einem massiven Transport von Stoffwechselprodukten in den angrenzenden Wirbelknochen und dieser reagiert mit einem äußerst schmerzhaften Ödem („Knochenschwellung“).

Der Prozess verläuft stufenweise. In den meisten Fällen geht sie in 6 bis 18 Monaten – teilweise auch erst später – in die Phase Modic II über, die selbst keine Schmerzquelle mehr darstellt, aber durch den Verlust des Gallertkernes der Bandscheibe bei Belastung ebenfalls schmerzhaft sein kann.

Häufige Beschwerden

Die Beschwerden können sehr unterschiedlich sein und sind von der Lokalisation der Wirbelsäulenveränderungen abhängig. Am häufigsten sind Hals- und Lendenwirbelsäule betroffen. Diese Schmerzen bestehen meist belastungsunabhängig und treten auch nachts auf.

Ist die Halswirbelsäule betroffen, kommt es oftmals zu Schmerzen im Nacken- und Halsbereich, die in Schultern und Arme ausstrahlen können. Häufig wird auch über Kopfschmerzen geklagt. Die Bewegungen des Nacken- und Halsbereichs sind oftmals eingeschränkt.

Ist die Lendenwirbelsäule betroffen, treten starke Rückenschmerzen auf, die bis in die Beine ausstrahlen können. Typische Anzeichen sind auch chronische Rückenschmerzen, die sich immer wieder bei falschen Bewegungen, lokaler Kälte, Infekten, aber auch bei Müdigkeit oder Abgeschlagenheit bemerkbar machen können.

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