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Der Kahnbeinbruch

Unsanfte Wurzelbehandlung

Das Kahnbein ist ein kurzer Knochen der Fußwurzel. Besonders gefährdet: im Zweikampf. Heiko Westermann kostete ein Kahnbeinbruch die WM-Teilnahme 2010.

Herr Dr. Klein, ist der Kahnbeinbruch eine typische Fußballverletzung?

Nicht zwangsläufig. Wenn sich ein Fußball-Profi eine Fraktur im Fußbereich zuzieht, ist das halt besonders auffällig, weil es sich stets um eine langwierige Verletzung handelt. Pause: zehn bis zwölf Wochen.

Wie kommt es zu einem Kahnbeinbruch?

Der Kahnbeinbruch entsteht oft durch ein einmaliges Ereignis von außen. Es gibt aber auch Ermüdungsbrüche und Haarrisse aufgrund von Überbelastung, sprich: wenn der Körper durch dauernde, kleinere Fußverletzungen bereits geschwächt ist.

Wie ist der typische Heilungsverlauf?

Wenn sich der Bruch nicht verschoben hat, muss man ihn nicht operieren. Dann wird der Fuß in einem Gips ruhig gestellt; der Spieler muss den Fuß für sechs Wochen entlasten. Danach wird die Belastung langsam wieder gesteigert. Erstbehandlung: kühlen und Salbenverband.

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